Stammzellen
Stichtagsverschiebung nicht nötig Drucken E-Mail
Mittwoch, 02 April 2008
Berlin (KNA) Hessens Wirtschaftsminister Alois Riehl (CDU) hat die hessischen Bundestagsabgeordneten aufgefordert, eine Liberalisierung des Stammzellgesetzes abzulehnen. Gegen eine Verschiebung oder Aufhebung des gesetzlich festgelegten Stichtages sprächen ethische, aber auch wirtschaftliche, wissenschaftliche und medizinische Gründe, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben Riehls. Schon die jetzige Stichtagsregelung stelle als Kompromiss das ethische und verfassungsrechtlich gebotene Minimum dar. Der Mensch dürfe «in einer humanen Gesellschaft nicht alles tun, was er kann».
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FDP gegen Stammzell-Stichtag Drucken E-Mail
Montag, 31 März 2008
Berlin (KNA) Die FDP will die Abschaffung der Stichtagsregelung im Stammzellgesetz im Bundestagswahlkampf 2009 thematisieren. Eine Beschränkung sei willkürlich, zwinge Forscher zur Verwendung qualitativ schlechterer Zelllinien und hemme die Entwicklung von Therapien für bislang unheilbare Krankheiten, heißt es in ersten Auszügen des Programmentwurfs, die Generalsekretär Dirk Niebel am Montag in Berlin vorstellte. Während der nächsten Wochen steht die Passage zur «Ethik des Heilens» mit weiteren Forderungen zu Bildung und Forschung in einem Internetforum zur Diskussion.
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Belgien streitet weiter über Sterbehilfe Drucken E-Mail
Montag, 31 März 2008
Brüssel (KNA) Ein Sprecher der belgischen Kirche hat die kirchliche Ablehnung von aktiver Sterbehilfe verteidigt. Kardinal Godfried Danneels brauche sich für seine Äußerungen nicht zu schämen, sagte sein Sprecher Hans Geybels in der Zeitung «De Standaard» (Montag). Der Brüsseler Kardinal habe sich vor allem dagegen gewehrt, dass nach dem Sterbehilfe-Tod des alzheimerkranken Schriftstellers Hugo Claus abermals Euthanasie in den Mittelpunkt der Berichterstattung gerückt sei.
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Differenzen der Kirchen bei Stammzelldebatte Drucken E-Mail
Freitag, 28 März 2008
Bonn (KNA) Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, beklagt Differenzen von evangelischer und katholischer Kirche bei ethischen Fragen. Er bedauere sehr, dass die beiden großen Kirchen bei der Stichtagsregelung in der Stammzelldebatte «nicht mit einer Stimme sprechen», sagte Zollitsch in einem Gespräch mit dem «Rheinischen Merkur» (Donnerstag) in Bonn. Umso mehr Respekt habe er vor Politikern, «die sagen und auch dazu stehen, dass der Mensch von der Verschmelzung von Ei und Samenzelle an Mensch ist». Alles andere führe zu Willkür, so der Freiburger Erzbischof.
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Forschung an embryonalen Stammzellen verbieten Drucken E-Mail
Mittwoch, 19 März 2008
Augsburg (KNA) Der Augsburger Bischof Walter Mixa hat sich dafür ausgesprochen, die Forschung an embryonalen Stammzellen zu verbieten. Diese sei nicht vereinbar mit dem christlichen Glauben und dem damit verbundenen Menschenbild, sagte Mixa am Mittwoch in Augsburg. Mit Blick auf die Bundestagsdebatte am 11. April plädierte er dafür, «als Minimallösung» wenigstens den derzeit geltenden Stichtag beizubehalten. Die Regelung erlaubt Wissenschaftlern, nur solche embryonalen Stammzellen zu verwenden, die vor 2002 im Ausland entstanden sind.
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Rüttgers warnt vor Änderung des Stammzellgesetzes Drucken E-Mail
Freitag, 14 März 2008
Düsseldorf (KNA) Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Jürgen Rüttgers übt scharfe Kritik an der geplanten Änderung des Stammzellgesetzes. «Wer einmal einen Stichtag verschiebt, verschiebt ihn immer wieder - erst recht, wenn er so begründet wird, wie dies die Befürworter machen», erklärte er am Freitag in Düsseldorf im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Er sehe keinen Grund, die Position des Bundesverfassungsgerichts aufzuweichen, betonte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident.
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Forschung an embryonalen Stammzellen unabdingbar Drucken E-Mail
Donnerstag, 13 März 2008
Straßburg (KNA) Die EU-Kommission hält die Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen weiter für unabdingbar. Sie sei trotz der Fortschritte bei der Forschung mit Stammzellen von Erwachsenen nötig, erklärte EU-Forschungskommissar Janez Potocnik auf Anfrage der grünen Europaabgeordneten Hiltrud Breyer. In der von Breyer am Donnerstag in Straßburg veröffentlichten Antwort begründet Potocnik dies damit, dass es nötig sei, eine Vergleichsanalyse zwischen beiden Zellarten durchzuführen.
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Bundestag entscheidet am 11. April Drucken E-Mail
Donnerstag, 13 März 2008
Berlin (KNA) Der Bundestag wird am 11. April über die Novellierung des Stammzellgesetzes entscheiden. Vertreter der Fraktionsführungen und die Initiatoren der konkurrierenden Anträge verständigten sich nach Informationen der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) über das weitere Vorgehen. Die Frage einer Lockerung des Stammzellgesetzes von 2002 zählt zu den strittigsten Themen im Parlament.
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Schavan verteidigt Kurs bei Stammzellforschung Drucken E-Mail
Mittwoch, 12 März 2008
Berlin (KNA) Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) hat die geplante Reform des Stammzellgesetzes verteidigt. Auch nach einer einmaligen Verschiebung des Stichtags bleibe das Gesetz in der Substanz erhalten, sagte sie am Dienstagabend in Berlin. Für die Grundlagenforschung bestehe lediglich ein schmaler Korridor. Sie verwies auf die Herkunft der Stammzellen aus sogenannten überzähligen Embryonen. Diese würden «nach einem gewissen Datum vernichtet und weggeworfen» und als Klinikmüll gelten. Schavan äußerte sich beim 55. Forum «Pariser Platz» von Deutschlandradio, Phoenix und Dresdner Bank.
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Stammzellimport-Genehmigung Drucken E-Mail
Dienstag, 11 März 2008
Berlin (KNA) Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die 26. Genehmigung zum Import von Stammzellen erteilt. Wie das Institut am Dienstag in Berlin mitteilte, geht die Erlaubnis an die Miltenyi Biotech GmbH in Bergisch Gladbach bei Köln. Nach 2003 und 2005 ist es erst der dritte bewilligte Antrag eines Unternehmens. Mit 23 positiven Entscheidungen gingen die meisten Bescheide an Universitäten oder Forschungseinrichtungen.
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Ethik des Heilens bedeutet das Ende der Ethik Drucken E-Mail
Dienstag, 11 März 2008
Berlin (KNA) Der Buchautor Manfred Lütz hat die von Befürwortern der Forschung an embryonalen Stammzellen propagierte «Ethik des Heilens» als «reine Demagogie» bewertet. Der katholische Theologe und Mediziner warnte am Montagabend in Berlin vor einer sakralen Überhöhung des Heilens, für das dann auch ein hoher ethischer Preis gezahlt werden dürfe. Lütz äußerte sich bei einem Vortrag im Bundestag auf Einladung von einzelnen Abgeordneten von Union, SPD, Grünen und FDP.
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