Allgemein
Frankreichs Bischöfe eröffnen Blog zu Bioethik-Gesetzen Drucken E-Mail
Donnerstag, 05 Februar 2009
Paris (KNA) Mit einem Blog will die katholische Kirche in Frankreich die Debatte über die anstehende Reform der Bioethik-Gesetze begleiten. Unter der Adresse www.bioethique.catholique.fr solle ab sofort ein «Raum des Dialogs» zur Verfügung stehen, erklärte der Vorsitzende der bischöflichen Bioethik-Arbeitsgruppe, Bischof Pierre d'Ornellas, im ersten Blog-Eintrag. Der Internet-Auftritt enthält zudem zahlreiche Informationen zu Themen wie Leihmutterschaft, Klonen, Präimplantationsdiagnostik, künstliche Befruchtung oder Embryonenforschung. Die französische Regierung will nach eigenen Angaben ebenfalls in Konferenzen und Web-Foren eine öffentliche Debatte über die Bioethik-Gesetze erreichen.
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Medizinische Ethik in der Todeskammer Drucken E-Mail
Dienstag, 03 Februar 2009
Mediziner, die bei der Hinrichtung von Häftlingen aktiv werden, begeben sich in eine rechtliche und moralische Grauzone. Wird ihr Name veröffentlicht, müssen sie um ihre Lizenz fürchten. Viele der beteiligten Ärzte unterliegen zudem einem fatalen Irrtum: Sie glauben, Häftlingen zu einem humaneren Sterben zu verhelfen und fördern durch ihre Beteiligung gleichzeitig die Akzeptanz für die Todesstrafe. Die neue Ausgabe von "Via medici - Fachzeitschrift und Online-Portal für junge Mediziner" (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2008) setzt sich mit dieser Ambivalenz kritisch auseinander.
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Belgiens Kirche kritisiert Embryonen-Gesetz Drucken E-Mail
Mittwoch, 14 Januar 2009
Vatikanstadt (KNA) Belgiens katholische Bischöfe haben das neue Bioethik-Gesetz ihres Landes als beängstigend bezeichnet. Dass Embryonen als «menschliches organisches Material» bezeichnet würden, lasse einen frösteln, erklärten die Kirchenführer laut einem Beitrag der Vatikanzeitung «Osservatore Romano» (Mittwoch). «Alles, was den Menschen verdinglicht, stellt einen Rückschritt im Projekt der menschlichen Zivilisation dar», so die Bischöfe wörtlich.
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Bundesamt für Naturschutz warnt vor Risiken grüner Gentechnik Drucken E-Mail
Mittwoch, 14 Januar 2009
Bonn (KNA) Vor erheblichen Risiken beim Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft hat das Bundesamt für Naturschutz (BfN) gewarnt. «Der Anbau transgener Pflanzen ist hoch umstritten, und ein nachhaltiger Nutzen bisher nicht nachgewiesen», sagte BfN-Präsidentin Beate Jessel am Montagabend in Bonn. «Aus ökologischer und naturschutzfachlicher Sicht ist größte Zurückhaltung geboten.»
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Kirche kritisiert Körperwelten-Ausstellung Drucken E-Mail
Samstag, 10 Januar 2009
Heidelberg (KNA) Zum ersten Mal seit fünf Jahren ist in Deutschland eine «Körperwelten»-Ausstellung des umstrittenen Anatomen Gunther von Hagens zu sehen. Bis zum 26. April sind in den umgebauten Lagerhallen des früheren Heidelberger Güterbahnhofs rund 200 echte menschliche Körperteile ausgestellt, die von Hagens zu Skulpturen modelliert hat. Die Schau wolle anhand lebensechter Präparate den «menschlichen Körper im Kreislauf von Entstehen und Vergehen, von der Zeugung bis ins hohe Alter» plastisch darstellen, sagte von Hagens am Freitag in Heidelberg. Kritik kommt von der katholischen Kirche.
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«Körperwelten»-Schau kehrt nach Deutschland zurück Drucken E-Mail
Samstag, 10 Januar 2009
Heidelberg (KNA) Ein Toter ohne Haut reitet ein sich aufbäumendes Pferd. Ein Leichnam mit durchtrainierten Muskeln spielt Basketball. Die umstrittenen Inszenierungen toter Körper des Anatomen Gunther von Hagens sind zurück. Erstmals seit fünf Jahren öffnet am Samstag in Heidelberg eine neue Körperwelten-Ausstellung. Mit 200 aus Körperteilen modellierten Skulpturen will der exzentrische Mediziner zahlende Besucher zu einer «Selbstentdeckungsreise» einladen. Was von Hagens als medizinische Aufklärungsarbeit beschreibt, verurteilen Kritiker jedoch als Verletzung der Totenruhe und voyeuristischen Klamauk.
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Caritas sieht «ethischen Dialogbedarf» Drucken E-Mail
Donnerstag, 08 Januar 2009
Zwei Jahre nach Beginn des verbandsinternen Projekts «Theologische und sozialethische Reflexion und Inspiration in der Caritas» hat der Präsident des Deutschen Caritasverbands (DCV), Peter Neher, eine Zwischenbilanz gezogen. Seit Jahren, so Neher im neuen Caritas-Jahrbuch, finde in den Caritasorganisationen «eine intensive theologische und ethische Arbeit statt». Dabei gehe es weniger um «Präambeln und Leitbilder» als um einen «grundlegenden Orientierungs- und Dialogbedarf».
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Ein Plädoyer für die Autonomie – Patientenverfügung Drucken E-Mail
Donnerstag, 08 Januar 2009
In unserem demokratischen Rechtsstaat sind wir darauf angewiesen, dass bei Gesetzesvorhaben die Parlamentarier unser aller Freiheiten treuhänderisch absichern und ihren Beitrag dazu leisten, dass in dem zur Entscheidung anstehenden Patientenverfügungsgesetz sich die plurale Wertegemeinschaft, aber in erster Linie die grundrechtlich verbürgten zentralen Freiheiten widerspiegeln.
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Ethik in der Alterspsychiatrie und Patientenverfügung Drucken E-Mail
Donnerstag, 08 Januar 2009
Auch das Jahr 2009 wird ganz im Zeichen der Diskussion um den Wert eines Patientenverfügungsgesetzes stehen und es ist zu hoffen, dass die Diskussion endlich ihrer Mythen entkleidet wird. Ich mag mich täuschen, aber gerade das zurückliegende Jahr hat bei mir persönlich den Eindruck entstehen lassen, dass der wissenschaftliche Diskurs über die bedeutsamen Fragen am Lebensende und der damit verbundenen Frage nach einem etwaigen Behandlungsabbruch ärztlich gebotener und im Zweifel durchaus sinnvoller Therapie ihrer rationalen Beurteilungskriterien sukzessive beraubt wurde.
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Wissenschaftspreis für US-Philosophin Drucken E-Mail
Mittwoch, 07 Januar 2009
Berlin (KNA) Martha C. Nussbaum, amerikanische Philosophin, erhält den mit 100.000 Euro dotierten A.SK Social Science Award des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB). Damit würden die Forschungen Nussbaums über die Bedingungen menschlichen Zusammenlebens und soziale Gerechtigkeit gewürdigt, erläuterte das WZB am Mittwoch.
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Neuer Ethikrat Drucken E-Mail
Donnerstag, 18 Dezember 2008
Im April vollzog sich die lang angekündigte Metamorphose vom Nationalen Ethikrat zum Deutschen Ethikrat. Bereits knapp ein Jahr zuvor war der entsprechende Gesetzesbeschluss erfolgt, im Februar hatten Bundesregierung und Bundestag die 26 Mitglieder benannt, von denen die Hälfte bereits dem Vorgängergremium angehörte. Nach anfänglichen Unstimmigkeiten über die Mitwirkung religiöser Vertreter in dem Gremium konzentrierte sich dieses jedoch rasch wieder aufs Inhaltliche und beschloss, sich - anders als der alte Rat - nicht nur mit biomedizinischen Problemen zu befassen, sondern auch gesellschaftliche Themen in den Blick zu nehmen. Entsprechend standen neben der Gendiagnostik auch Mangel- und Fehlernährung (hier etwa die Frage: Erlauben die Hartz-IV-Sätze eine gesunde Ernährung?) sowie Alten- und Behindertenpolitik in den Sitzungen des Expertenrates zur Debatte.
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