Genetik
Fehlendes Gen macht Mäuse fett Drucken E-Mail
Donnerstag, 18 Juni 2009
Die Fettregulation im Körper ist sehr komplex: Das Gehirn spielt eine wichtige Rolle dabei und passt die Nahrungsaufnahme an den tatsächlichen Energieverbrauch an. Neu ist, dass auch Nerven, die außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks liegen, an diesem fein abgestimmten Prozess beteiligt sind. Das haben Forscher vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim sowie der Universitäten Halle, Leipzig und Berlin nun herausgefunden. Den Hinweis lieferten gentechnisch veränderte Mäuse, bei denen das Gen Nscl-2 ausgeschaltet worden war. Dieses ist normalerweise nur in Nervenzellen aktiv. Mäuse, denen Nscl-2 fehlte, entwickelten eine massive Fettleibigkeit (Adipositas), blieben jedoch von "Folgeschäden" wie der Zuckerkrankheit (Diabetes) weitgehend verschont. Die Forscher hoffen nun, dass ihre Entdeckung langfristig auch Adipositas-Patienten hilft, die an Diabetes leiden. (PLoS One, 13. Mai 2009)
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Diätversagen – Sind die Gene schuld? Drucken E-Mail
Dienstag, 09 Juni 2009
Viele Übergewichtige machen schlechte Erfahrungen mit Diäten. Ob sie nun auf Fette oder Kohlehydrate verzichten, einer Modediät folgen oder sich an die Empfehlungen zur mediterranen Kost halten, die Erfolgserlebnisse beim morgendlichen Wiegen wollen sich einfach nicht einstellen, während andere scheinbar problemlos abnehmen. Könnte dies an den Adipositas-Genen liegen, über die zurzeit regelmäßig in den Medien berichtet wird? Durchaus, meinen Experten in der Fachzeitschrift "DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift" (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2009), aber an der Notwendigkeit bei den Kalorien zu sparen ändere dies nichts.
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DNA-Duplikation führt zur Kurzfingrigkeit Drucken E-Mail
Montag, 30 März 2009
Das menschliche Erbgut besteht insgesamt aus 3,3 Milliarden Bausteinen, von denen nur etwa zwei Prozent für lebenswichtige Proteine kodieren. Die Funktion der übrigen 98 Prozent, die sich aus nicht-kodierenden Sequenzen zusammensetzt, ist bisher weitgehend unbekannt. Mittels einer neuen Methode haben Berliner Wissenschaftler jetzt in diesen bisher wenig untersuchten Bereichen den Schlüssel für einen neuen Krankheitsmechanismus entdeckt, der zu einer seltenen Fehlbildungen der Hand führt. Das Überraschende dabei: Normalerweise wird diese durch klassische Genmutationen bedingt. Als weitere Ursache kommt allerdings auch die DNA-Verdopplung einer Regulatorsequenz in Frage, wie die Forscher jetzt herausgefunden haben. Diese Duplikation liegt in einer evolutionär hoch konservierten Sequenz des Genoms, die bei verschiedenen Spezies, unter anderem beim Huhn und bei der Maus, nahezu identisch ist. (American Journal of Human Genetics, 10. April 2009; Online-Vorabpublikation 26. März 2009)
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Das Gen, das die Lebensuhr zurückdreht Drucken E-Mail
Samstag, 07 Februar 2009
Früher war die Sache klar: Sobald ein Mensch geboren ist, gibt es kein Zurück. Ob Leber, Muskel oder Haut - keine Körperzelle, so schien es, kann je wieder etwas anderes werden als sie ist. Dieses Dogma freilich ist inzwischen widerlegt. Selbst ausgereifte Zellen, so weiß man heute, lassen sich in einen embryonalen Zustand zurückversetzen - wenn auch nur mithilfe krebsfördernder Gene und heikler genetischer Tricks. Forscher des Max-Planck-Instituts für molekulare Biomedizin in Münster haben jetzt jedoch entdeckt, dass es einfacher und risikoärmer geht als geahnt. Mit einem einzigen Gen konnten Wissenschaftler um Hans Schöler Zellen erwachsener Mäuse erfolgreich reprogrammieren. Damit ist es geglückt, induzierte pluripotente Stammzellen (iPS) ohne eingeschleuste Tumor-Gene zu erzeugen. Das macht die Zellen sicherer und könnte so ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Entwicklung künftiger Stammzelltherapien sein. (Cell, Online-Vorab-Publikation, 6. Februar 2009)
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Schmarotzer im Genom Drucken E-Mail
Mittwoch, 04 Februar 2009
In unserem Betriebssystem haben sich Schmarotzer breit gemacht: Zu gut einem Viertel besteht unser Erbgut aus parasitären Genen. Wie sich eines dieser Gene im Erbgut einnistet, könnte die Struktur eines Proteins erklären, die Forscher am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen jetzt bestimmt haben. Der Bauplan für dieses Protein findet sich auf dem parasitären Gen, das Biologen LINE-1-Retrotransposon, kurz LINE-1, nennen. Anhand der Proteinstruktur haben die Wissenschaftler auch gezeigt, dass LINE-1 nicht so eng mit Retroviren wie etwa dem HI-Virus verwandt sind wie bisher angenommen. Setzen sich die Schmarotzer-Gene an der falschen Stelle fest, lösen sie Krankheiten aus. Gelänge es den Biologen aber, das Verhalten des LINE-1 nachzuahmen, könnten sie die Parasiten-Gene vielleicht zu Therapiezwecken einspannen und gezielt Informationen ins Erbgut einschleusen. (PNAS, 20. Januar 2009)
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Gendefekt, der geistige Behinderung verursacht Drucken E-Mail
Dienstag, 06 Mai 2008
Erbliche Formen der geistigen Behinderung wurden bislang vor allem mit genetischen Defekten auf dem X-Chromosom in Verbindung gebracht. Bis heute konnten Wissenschaftler mehr als 80 Gene identifizieren, die auf dem X-Chromosom liegen und geistige Behinderung verursachen können, wenn sie irgendwelche Defekte aufweisen. Doch vermutlich können nur 10 Prozent aller Fälle von geistiger Behinderung durch solche X-chromosomalen Veränderungen erklärt werden. Den weitaus größeren Teil der Gene, deren Defekte zu Schäden bei höheren Hirnfunktionen führen können, vermuten Wissenschaftler auf den "Nicht-Geschlechts-Chromosomen", den sogenannten Autosomen. Forschern des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik gelang es jetzt zusammen mit Wissenschaftlern aus Teheran, durch Untersuchung einer großen iranischen Familie einen Gendefekt auf dem Chromosom 8 zu identifizieren, der geistige Behinderung nach sich zieht. (American Journal of Human Genetics, 1. Mai 2008).
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Zeitansage der Lebensuhr Drucken E-Mail
Sonntag, 17 Februar 2008
Baierbrunn - Wenn Forscher der Universität Mainz richtig liegen, besitzt unsere genetische Lebensuhr eine Grenze von etwa 120 Jahren. In den Mitochondrien, die als Kraftwerke der Zellen gelten, tickt die Zeitbegrenzung
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Embryo aus Hautzelle Drucken E-Mail
Donnerstag, 17 Januar 2008
Durham (KNA) US-amerikanischen Wissenschaftlern ist es laut einem Bericht des Fachmagazins "Stem Cells" erstmals gelungen, einen menschlichen Embryo aus einer Hautzelle zu klonen. 2004 hatte bereits der südkoreanische Klonforscher Woo Suk Hwang behauptet, mit der Methode einen Embryo geklont zu haben. Das erwies sich allerdings später als Fälschung.
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Aller Anfang ist zufällig Drucken E-Mail
Donnerstag, 13 Dezember 2007
Münsteraner Wissenschaftler finden heraus, dass das Schicksal der Zellen im frühen Embryo spontan reguliert wird. Bei Säugetieren bildet der frühe Embryo eine einzigartige Vorstruktur, die Blastozyste, die eine Einnistung in die Gebärmutter und die Versorgung des Embryos ermöglicht. Lange war unklar, ab wann die Zellen im Embryo einen spezifischen Entwicklungsweg einschlagen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Biomedizin in Münster stellen in ihrer Studie in Development ein neues Modell für die frühen Abläufe im Embryo vor. Zuerst erhalten die Zellen ihre molekulare Ausrichtung eher zufällig, später organisieren sich die Zellen anhand ihres molekularen Fingerabdrucks.
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Viele Wege führen nach Rom Drucken E-Mail
Montag, 26 November 2007
Hans Schöler erklärt die neuesten Erfolge bei der Reprogrammierung von menschlichen Hautzellen in ein embryonales Stadium.Gleich zwei Forschergruppen ist es erstmals gelungen, mit einem "Cocktail" aus vier Faktoren menschliche Hautzellen in eine Art embryonales Stadium zurückzuversetzen. Viele Forscher sprechen von einem Durchbruch in der Stammzellforschung. Vor einigen Monaten schon konnten Forscher mit den gleichen vier Faktoren Hautzellen der Maus in Zellen verwandeln, die embryonalen Stammzellen sehr ähnlich sind. Im Interview erklärt Hans Schöler, Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster, die wissenschaftlichen Grundlagen und warum die Forschung an humanen embryonalen Stammzellen auch weiterhin wichtig ist.
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Durchbruch bei Stammzellforschung Drucken E-Mail
Dienstag, 20 November 2007
Washington (KNA) Wissenschaftler aus Japan und den USA haben offenbar einen Durchbruch in der Stammzellforschung erzielt. Forscherteams um die Entwicklungsbiologen James Thomson von der University of Wisconsin-Madison und Shinya Yamanaka von der japanischen Kyoto University ist es unabhängig voneinander gelungen, embryonale Stammzellen aus menschlichen Hautzellen herzustellen, berichteten am Dienstag zeitgleich die Fachjournale "Cell" und "Science".
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