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Genetik
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Dienstag, 22 November 2011 |
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Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit mit weitreichenden Folgen. Ein erhöhter Blutdruck ist beispielsweise hauptverantwortlich für die Entstehung von Herzinfarkten oder Schlaganfällen. Auch verschiedene andere Organe erleiden durch die chronische Erkrankung Schäden. Als Auslöser für Bluthochdruck werden eine salzreiche Ernährung und eine genetische Veranlagung verantwortlich gemacht. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim haben nun herausgefunden, dass auch normaler Salzkonsum zu Bluthochdruck führt, nämlich dann, wenn eine Störung des Salzhaushalts vorliegt. Das dafür verantwortliche Gen haben die Forscher nun identifiziert. |
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Dienstag, 08 November 2011 |
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Zentromere sind spezialisierte Regionen des Genoms, die unter dem Mikroskop besonders deutlich in X-förmigen Chromosomen als Einschnürung zu erkennen sind. An ihnen setzt während der Zellteilung das Zellskelett an, das die Chromosomen auf die beiden Tochterzellen verteilt. Der Ort des Zentromers wird in den meisten Organismen nicht durch die DNA-Sequenz festgelegt. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg konnten nun zeigen, das Position, Funktion und Vererbung des Zentromers durch ein DNA-Verpackungsprotein, das Histon CenH3, bestimmt wird. Diese Entdeckung könnte helfen, künstliche menschliche Chromosomen für Gentherapien in der Medizin zu entwickeln. |
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Freitag, 07 Oktober 2011 |
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Baierbrunn - Menschen, die das biblische Alter von 95 und mehr erreichen, müssen deswegen nicht besonders gesund gelebt haben. Das berichtet das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" unter Berufung auf ein Forscherteam aus New York. |
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Dienstag, 27 September 2011 |
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Seit mehr als 15 Jahren konzentriert sich die Genomforschung auf die Suche nach häufigen genetischen Risikofaktoren von Volkskrankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Schizophrenie und Krebs, weitgehend ohne Erfolg. Eine der Ursachen dafür ist, dass sich hinter diesen Krankheitsbildern viele verschiedene genetische Störungen verbergen können, und nicht selten handelt es sich dabei um Defekte einzelner Gene. Die meisten dieser Gendefekte sind jedoch noch nicht aufgeklärt. Forschern des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Berlin und ihren Kollegen aus dem Iran ist es jetzt gelungen, 50 bisher unbekannte genetische Ursachen für geistige Behinderung zu identifizieren. Es gibt gute Gründe für die Annahme, dass mehrere dieser neuen Gendefekte auch für verwandte Störungen wie Autismus, Schizophrenie oder Epilepsie verantwortlich sind. |
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Mittwoch, 07 September 2011 |
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Kopier- und Ablesefehler des Erbguts können dramatische Folgen haben. Gut, dass das Erbgut des Menschen doppelt vorhanden ist. Denn jeder Mensch bekommt ein vollständiges Genom von der Mutter und vom Vater. Die beiden Genome unterscheiden sich jedoch voneinander; Forscher bezeichnen die unterschiedlichen Varianten der Gensequenz auf den einzelnen Chromosomen als „Haplotypen“. Für eine vollständige Analyse des Erbguts ist es notwendig, beide Haplotypen genau zu kennen. Wissenschaftler des Berliner Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik haben jetzt erstmalig beide Chromosomensätze eines menschlichen Genoms getrennt voneinander entschlüsselt. Dies ist eine unverzichtbare Voraussetzung für ein tieferes Verständnis der menschlichen Biologie, die Analyse von Krankheitsrisiken und damit die Entwicklung neuer, individualisierter Strategien zur Prävention und Behandlung von Krankheiten. Zugleich entschlüsselte das Team um Margret Hoehe erstmals vollständig das Genom eines deutschen Individuums. |
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Freitag, 22 Juli 2011 |
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Viele Gene kommen in ähnlicher Form in unterschiedlichsten Organismen vor. Sie übernehmen dann häufig neue Aufgaben. Selbst die Fruchtfliege Drosophila kann Wissenschaftlern bei der Aufklärung von menschlichen Erkrankungen helfen: Forscher am Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Berlin haben nun zusammen mit US-amerikanischen und iranischen Kollegen herausgefunden, dass eine vererbbare Form der geistigen Behinderung, die die Forscher in iranischen Familien entdeckt haben, auf einer Mutation in einem Gen beruht, das bei Fruchtfliegen Bewegungsabläufe koordiniert. |
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Dienstag, 10 Mai 2011 |
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Übergewichtigen wird meist selbst die Schuld an ihrer Körperfülle zugeschrieben. Hand aufs Herz, haben Sie nicht auch schon einmal gedacht, die mollige Nachbarin sollte besser mit dem Fahrrad zum Einkaufen fahren, statt immer ins Auto zu steigen? Ganz so einfach ist die Sache aber nicht, berichtet das Wissenschaftsmagazin Gehirn&Geist in seiner neuen Ausgabe (Heft 5/2011). Denn auch wenn sich Ernährung und Bewegung natürlich auf unser Körpergewicht auswirken, sind diese Faktoren nicht alles. |
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Mittwoch, 20 April 2011 |
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Baierbrunn - Zu dick wegen der Gene? Oder angeboten klug? Zwar spielen Erbanlagen eine Rolle, aber Wissenschaftler finden immer mehr Hinweise, dass Gene nicht die unveränderlichen Diktatoren in den Körperzellen sind, für die sie lange gehalten wurden. In einem erstaunlichen Ausmaß sind sie von Umweltfaktoren beeinflussbar. |
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Freitag, 15 April 2011 |
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Baierbrunn - Die Forschung findet immer mehr Gene, die sie mit bestimmten Erkrankungen in Verbindung bringt. Kommerzielle Anbieter im Internet - vor allem aus den USA - offerieren bereits Tests, die solche Risiko-Gene für mehr als 100 Erkrankungen, darunter Diabetes, Makuladegeneration des Auges und Herz-Kreislauf-Leiden finden. Lohnt sich die Ausgabe für eine 199-Dollar-Analyse? "Man könnte sie rahmen und übers Bett hängen. Man könnte sich für das Geld auch ein hübsches Bild kaufen", witzelt Professorin Dr. med. Evelin Schröck vom Institut für Klinische Genetik der Technischen Universität Dresden im Apothekenmagazin "BABY und Familie". |
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Mittwoch, 03 November 2010 |
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Kleine genetische Unterschiede zwischen einzelnen Personen helfen zu erklären, warum einige Menschen eher an Krankheiten wie Diabetes oder Krebs erkranken können als andere. Bislang war die Aufdeckung von Krankheitsursachen nur möglich, indem mehrere Millionen genetischer Unterschiede in Tausenden von Patienten abgefragt und gegen die Normalpopulation verglichen wurden. Durch einen Quantensprung in der genetischen Technologie ist es nun möglich, durch Sequenzierung ganze Genome "Buchstabe für Buchstabe" zu lesen. Dazu muss man aber wissen wie die normale Population mit derselben Auflösung aussieht. Das 1.000 Genome-Projekt, ein Konsortium aus öffentlich finanzierten Forschungseinrichtungen und der Industrie, hat nun die bislang umfangreichste Karte solcher genetischer Unterschiede oder "Varianten" veröffentlicht. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die jetzt vorgelegte Arbeit etwa 95 Prozent der genetischen Varianten aller Menschen auf der Erde enthält. An dem Projekt beteiligt waren auch Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Berlin, des EMBL in Heidelberg sowie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. (Nature, 28. Oktober 2010) |
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Sonntag, 09 Mai 2010 |
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Erstmals liegt eine Version der Genomsequenz einer ausgestorbenen Menschenart vor. Forscher des Max-Planck-Institutes für evolutionäre Anthropologie in Leipzig präsentieren gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam einen ersten Entwurf der Gensequenz des vor rund 30.000 Jahren ausgestorbenen Neandertalers. Erste Analysen von vier Milliarden Basenpaaren weisen darauf hin, dass Neandertaler im Genom einiger moderner Menschen Spuren hinterlassen haben. (Science, 7. Mai 2010) |
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